nach oben

Gesundheitsvorbeugung bei Hund und Katze

Vorbeugemaßnahmen sind in erster Linie:
1 . regelmäßige Untersuchungen des Gesundheitszustandes
2. Schutz vor Virusinfektionen durch Impfung
3. Schutz vor Endoparasiten durch Entwurmung und Ektoparasiten durch Floh- und Zeckenvorbeuge
4. gesunde Ernährung

 

1. Untersuchung

Eine gründliche klinische Untersuchung sollte unmittelbar nach Erwerb des Tieres (bei Welpen in der 8.-10. Lebenswoche) erfolgen. Augen, Ohren, Zähne, Herz/Kreislaufsystem und Bewegungsapparat werden überprüft. Nur im Verdachtsfall greift man zu weitergehenden Untersuchungsmaßnahmen wie Labor, Röntgen, Ultraschall u.a.. Diese Gesundheitsuntersuchung sollte im jährlichen Abstand vorgenommen werden.

 

2. Impfung

Impfungen sind unverzichtbare vorbeugende Maßnahmen, deren Bedeutung angesichts der zunehmenden Mobilität der Tierhalter und ihrer Schützlinge in den letzten Jahren noch gestiegen ist. Umso besorgniserregender ist der Trend, Tiere seltener impfen zu lassen. Impfen scheint nicht mehr 'in' zu sein. Das Internet ist daran nicht schuldlos. Es macht Daten und Meinungen von häufig zweifelhaften Wert und Wahrheitsgehalt für Tierhalter leicht zugänglich. Diese werden verunsichert und von der wichtigen, effektiven Vorsorgemaßnahme 'impfen' abgehalten. Die Impfung beginnt mit der sog. Grundimmunisierung in der 8. Lebenswoche des Tieres. Welcher Impfstoff in welchen Intervallen gegeben werden sollte, hängt vom einzelnen Tier, seiner Umgebung und Nutzung ab und sollte in einem individuellen Impfgespräch ermittelt werden.

 

3. Schutz vor Endo- und Ektoparasiten

Der Schutz von Hund und Katze vor Darmparasiten hat große Bedeutung hinsichtlich Hygiene und Krankheitsvorbeuge. Der Befall des Tieres mit Rund- und/oder Bandwürmern stellt eine ernstzunehmende Erkrankung dar, und zwar auch für den Menschen, der sich über das Tier anstecken kann (sog. Zoonose). Wirksamen Schutz bieten diverse Wurmmittel, die in Pastenform, als Tablette und als 'Spot on' Präparat erhältlich sind. Hinsichtlich der Intervalle empfehlen wir die Entwurmung bei Welpen im 4-wöchigem Abstand bis zum 6. Lebensmonat. Danach sollten die Tiere alle 3 Monate entwurmt werden. Bei Gabe des Wurmmittels per Injektion kann das Intervall auf 6 Monate verlängert werden. Tiere, die nur in der Wohnung gehalten werden (z.B. Katzen) müssen ebenso häufig entwurmt werden wie Freigänger, da mit Wurmeiern kontaminiertes Erdreich über die Schuhe des Menschen in die Wohnung getragen wird. Zum Schutz vor Flöhen und Zecken stehen hochwertige und gut verträgliche "Spoton" Präparate zur Verfügung. Diese Präparate können bereits ab der (8. Lebenswoche (mind. 2 Kg Körpergewicht) und im 4-wöchigen Rhythmus aufgetragen werden. Der wirksame Schutz gegen Zecken schützt auch vor den Krankheiten, die diese Parasiten übertragen (Borreliose, Babesiose u.a.).

 

4. Ernährung

lm Alter von acht bis zwölf Wochen ziehen die meisten Hunde und Katzen zu ihren neuen Besitzern um. Die Trennung von der Mutter und den Wurfgeschwistern, die fremde Umgebung mit den ungewohnten Gerüchen und Geräuschen und vieles andere mehr stellen tief greifende Veränderungen für Hunde- und Katzenwelpen dar. Daher sollte man in den ersten Tagen sowohl das Futter als auch den Fütterungsrhythmus des Züchters beibehalten, damit nicht auch noch die Verdauung der Welpen durcheinander kommt. Nach etwa einer Woche mischt man dann das neue Futter in immer größeren Portionen unter die gewohnte Kost. Es ist empfehlenswert, die Jungtiere im ersten Jahr mit spezieller Welpenkost zu ernähren. Welpen benötigen für ihr Wachstum mehr Energie, Eiweiß und Mineralstoffe als ausgewachsene Tiere. Futtermenge und Futterart hängen von der Rasse, von dem zu erwartenden Endgewicht, von der Bewegung und nicht zuletzt vom Individuum ab. So kann bei kleinen Hunden oder bei Katzen auch eir1 früherer Umstieg auf ein Erwachsenenfutter sinnvoll sein. Bei anderen Tieren hingegen kann auch ein mehrstufiges Fütterungsprogramm für die unterschiedlichen Entwicklungsstufen bis zu einem Alter von zwei Jahren ratsam sein. Sprechen Sie mit dem Ernährungsexperten ihrer Tierarztpraxis.

© Dr. Ulrich C. Kreime M.Sc.